Yoga und Sitzen-in-Stille

Aktualisiert: 10. März 2021

Seit nun fast 15 Jahren betreibe ich Yoga. Meist ist es der Sonnengruß den ich morgens mache und ich erlaube mir, ihn täglich abzuwandeln und an meine Sinne oder meinen Körper anzupassen.


Was meine ich damit? Oft ist es so, dass ich in der Früh aufstehe und automatisch in die Küche wandle, um den Kaffee aufzustellen. (Ja, ich trinke morgens Kaffee und keinen Grünen Tee.) Erst nach und nach merke ich dann, wenn ich in mich hineinhöre und in mich hineinspüre, wie es mir denn heute so geht.


„Mit 10 Minuten in Stille sitzen und Yoga in den Tag starten.”

Jeder Morgen ist anders. So wie es das Wetter ist, bin ich es auch.


Meine 10 Minuten


Manchmal ist es so, dass ich Ruhe brauche. Zeit, um mich einzurichten für diesen Tag. Weil vielleicht schwierige Aufgaben vor mir liegen oder auch ein besonders langer Tag vor mir liegt. Oder ich mich auf einen Menschen ganz besonders freue, den ich schon lange nicht mehr gesehen habe und mich darauf hinspüren möchte. Dieses Sitzen in Stille ermöglicht es mir meine Gedanken wie Wolken vorbei ziehen zu lassen und mich und meinen Geist gleichzeitig zu zentrieren. Es ist eine Art Kraft in mir sammeln.


Mein Yoga


Es gibt viele verschiedene Varianten des Sonnengrußes. Viel mehr als es Yoga-Arten gibt. Ich bin beim klassischen Yoga-Stil hängengeblieben. Alles andere ist mir irgendwie zu kompliziert. Und ich erfinde ja meinen ganz eigenen Sonnengruß jeden Tag neu. Ja, ich wandle ihn ab und ändere, lasse das eine weg und füge stattdessen ein, zwei, drei Asanas dazu, wenn ich merke dort oder da braucht es etwas mehr und etwas anderes. Ganz abgesehen davon, dass ich mich in manchen Asanas einfach wohl fühle, weil ich das Gefühl habe, dass sie mich richtig stärken.


Hin und wieder passiert es, dass auch ich morgens keine Zeit dazu finde. So versuche ich dann abends den Ausgleich zu finden. Immer ist Abwechslung für mich, für meinen Körper und für meinen Geist dabei. Mittlerweile bringe ich es auch schon auf sechs, sieben Yoga-Bücher.


Nun habe ich mich zur Yogalehrer-Ausbildung angemeldet. Meine langjährige Yogalehrerin wird mich ausbilden. Da sie auch eine Sportausbildung hat, freue ich mich nicht nur auf ihre spirituellen Ausführungen zu den einzelnen Asanas. Mein Interesse für Yoga ist ungebrochen groß und deshalb hoffe ich sehr, dass die Ausbildung zur Yogalehrerin heuer auch tatsächlich stattfinden kann.


Gerade weil es unsicher scheint, bleibe ich mit meiner Ausrichtung positiv.

37 Ansichten0 Kommentare