In einer Krise? Ich doch nicht!

Aktualisiert: 18. März

Sehr oft merkt man gar nicht eigentlich in einer Krise zu stecken. Oder doch?


Es gibt kleinere und größere Krisen und man unterscheidet auch in verschiedene Arten von Krisen. In lebensverändernde Krisen wie zB Wohnortwechsel, berufliche Veränderung, in Verlustkrisen wie zB plötzlicher Tod von einem nahestehenden Menschen, Trennung von zB Partner/Partnerin, Arbeitsplatzverlust und in schwere Krisen wie Traumata die aus Katastrophen, Gewalterfahrung oder Unfällen entstehen können.


Und sehr oft ist man sich tatsächlich gar nicht bewusst, dass man sich gerade in einer Krise befindet. Oder wie oft im Leben man schon eine Krise durchgestanden und verarbeitet hat. Denn viele haben gelernt mit schwierigen Situationen umzugehen und haben für sich selbst gute Bewältigungsstrategien entwickelt.


Für jeden ist so eine Situation auch anders. Was für den einen kein Problem darstellt oder zumindest nach ein paar Tagen oder Wochen gut verarbeitet und weggesteckt ist, ist für den anderen eine riesengroße Belastung und kann eben nicht so einfach verarbeitet werden. Dabei muss es sich gar nicht um eine so große lebensverändernde Situationen handeln.


„Es gibt immer Hilfe.”

Krisenintervenion, professionelle Hilfe, Rat auf Draht, Krisenhilfe, ...


Darf man sich trauen professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen?


JA, darf man und soll man! Egal ob man selbst Chef oder „nur“ Hausfrau ist, je früher desto besser. Auch für uns Coaches ist Supervision essenziell.


So individuell wie wir Menschen sind, so unterschiedlich sind unsere Bewältigungsstrategien. Was dem einen gar nicht hilft, ist für den anderen notwendig. Beispielsweise wollen die einen darüber reden, die anderen erstmal nicht. Die einen brauchen Ruhe und wollen alles niederschreiben, andere brauchen Bewegung (Spazierengehen, Laufen), um den inneren Stress körperlich abzubauen. Die einen wollen anderen Menschen helfen. Andere benötigen Unterstützung und Hilfe von Freunden. Das kann ein auf-die-Kinder-schauen ebenso sein, wie ein jetzt-gehen-wir-ins-Kino sein, oder ein an-den-See-fahren sein.


Auch ich habe schon so manche Krisen bewältigt. Ohne dass es mir bewusst war, dass es eigentlich eine Krise war. Erst im Zuge meiner Ausbildung zur psychologischen Beraterin wurde mir das klar. Denn auch ich habe schon plötzlichen Arbeitsplatzverlust, Mobbing, und den plötzlichen Verlust des langjährigen Partners durch Trennung hinter mir.


Welche Krisen oder schwierige Situationen hast du schon bewältigt?


Lernen mit dem Schwierigen umgehen, aber wie?

Akzeptieren, dass mir das passiert ist.

Anerkennen, dass die Situation jetzt so ist.

Lernen bewusst nach vorne zu schauen.

Bewusst auf meine Ressourcen zu schauen.

Sehen, dass dies nun zu mir gehört und Teil meiner (Lebens-)Geschichte ist.

Mit mir selbst freundlich umgehen.

Strategien zur Bewältigung entwickeln -kurzfristige und langfristige.

Lernen um Hilfe zu bitten! Kaum jemand sagt nein!

Um Hilfe bei Freundinnen bewusst angefragen.

Professionelle Hilfe in Anspruch nehmen.


Jede Hilfe in Anspruch nehmen. Und feststellen, das man nicht alleine ist.


Viele wunderbare Menschen haben mir ihr Gehör geschenkt, haben mir ihre Zeit geschenkt, mir aufmerksam zugehört und mich in den Arm genommen. Ich habe mir Tipps und Ideen geholt und Vieles ausprobiert. Auch Neues. Und ich habe festgestellt, was mir gut tut und was nicht.


Mit professioneller Hilfe habe ich meine Situation mit einem Coach durchleuchtet.


Und so nebenbei viel Positives über mich selbst gelernt. Mich selbst besser kennengelernt, erfahren was ich eigentlich alles kann. Sehr oft ist man sich in diesen Situationen nicht mehr bewusst, was man eigentlich alles kann. Man fühlt sich klein und des Selbstbewusstsein ist in den Keller gerutscht . Das Blickfeld ist eingeschränkt und es hilft wenn einem jemand professionell aufzeigt was man alles hat und wie man sich selbst stärken kann.


Wichtig ist in diesen Situationen mit sich selbst freundlich zu bleiben und nicht in eine Selbstabwertung zu gehen, sondern sich selbst fürsorglich und liebevollst in den Arm nehmen und sich selbst die Aufmerksamkeit zu schenken, die man auch einer guten Freundin oder Freund schenken würde.


Das gute an meinen Krisen ist, dass ich andere Menschen in ihrer Not anders verstehen kann, als jemand der Erfahrungen dieser Art noch nie erlebt hat. Aber es gibt auch anderes Gute an meinen Krisen. Ich habe Dinge gelernt und Erfahrungen gemacht, die ich mir ohne diese Krisen vielleicht nie zugetraut hätte. Gerne schaue ich mit dir gemeinsam, welche positiven Erfahrungen du aus deinen Krisen dir mitnehmen kannst oder vielleicht sogar schon mitgenommen hast und du dir nur nicht darüber bewusst bist...


Alles Liebe,

eure Astrid


0676/6145200

spurendeslebens@gmx.at

www.spurendeslebens.at


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